Einwegflaschen-Anteil stark gesunken
WeserGold schaffte in wenigen Jahren gewaltige Veränderungen bei der Verpackung
Rinteln. Dramatische Veränderungen im Verpackungsportfolio hat die WeserGold Getränkeindustrie GmbH & Co. KG, Rinteln, in den vergangenen Jahren erreicht. Statt der in 2000 in Deutschland noch über 500 Mio. gefüllten Einwegfalschen sind es jetzt weniger als 10 Prozent.
Der nach wie vor in Familienbesitz befindliche, inhabergeführte Fruchtsaft- und getränkehersteller Riha WeserGold musste die Umstellung großer Produktionsteile von Einwegflaschen auf andere Verpackungen durch kapitalintensive Investitionen kompensieren. Dies gilt vor allem für den Saftbereich, wo auf PET Aseptik gewechselt wurde. Werner Gerdes, Geschäftsführer Verkauf/Marketing: „Mit dem Einzug der PET-Verpackung sind neue Produktkonzepte erfolgreich eingeführt worden. Zu nennen sind Schorlen, ACE Drinks oder auch Aqua Plus Sortimente. Diese Produktkonzepte sind an die Verpackung gekoppelt.“
Da die Unternehmensgruppe eigenem Bekunden zufolge auf Marktveränderungen sehr schnell reagieren kann, lassen sich die mit den Veränderungen ergebenen Chancen nachhaltig nutzen. So haben neben der Vermarktung von Mittelpreismarken (Extaler, Naturella) die Handelsmarken inzwischen einen bedeutenden Absatzanteil. Generell, so der Anspruch der Gruppe, müssen die Produkte vom Preis-Leistungs-Verhältnis für die Konsumenten sehr interessant sein. Wesergold bietet nahezu für jedes Produktkonzept im Bereich der alkoholfreien Getränke „die“ passende Verpackungsantwort. Dabei ist der Hersteller aus dem Weserbergland bestrebt, die Konsumentenwünsche frühzeitig zu erkennen und die Marktentwicklungen nachhaltig zu prägen. Zum Selbstverständnis gehört: Auf jede Restriktion folgen neue Alternativen.
Für kontinuierliche Kapazitätsauslastung hat die Entwicklung von Innovationen mit mehrjähriger Lebenszeit oberste Priorität. „Unsere Produkte“, postuliert der 46jährige, „müssen vom Qualitäts-Ausstattungs- und Preis-Verhältnis so positioniert sein, dass sie sich im Regal ohne Hilfe verkaufen.“ Gerdes räumt ein, die eigenen Wünsche seien natürlich größer als die Möglichkeit des Handels. Doch immer wieder zeige sich, dass derjenige, der ein innovatives Erfolgskonzept als erster platzierte, auch nachhaltig überproportional Marktanteile generiere. Zum Preis-Einstieg meint der Riha-Geschäftsführer: „Ich schätze es, Konsumenten mit qualitativ hochwertigen Produkten mit attraktiven Preisen zu versorgen. Die Qualität sollte aber bei der Preisorientierung nicht zu kurz kommen.“
Js/lz 20-08
Quelle: LZ (Länderreport Niedersachsen)